Wir sagen "NO NOOST"!
Die sogenannte NOOST-Route (Destinationen Nord, Nordost und Ost) soll quer über den Wannsee führen. NOOST heisst der Punkt genau an der der Wannseebrücke (Anleger weisse Flotte) wo die Flugzeuge die Flugfreigabe erhalten. Dann wird ganz Steglitz-Zehlendorf stark von Fluglärm betroffen sein! Insbesondere Wannsee, Nikolassee, Dahlem, Grunewald, Zehlendorf und der Spandauer Süden werden dann unter ständigen Überflügen auf der "Wachstumsroute" Richtung Osten/Nordosten leiden.
Verwundert entnahmen Berliner Bürgerinnen und Bürger am 1. April den Pressemeldungen von Frau Krautzberger (Staatssekretärin in der Senatsverkehrsverwaltung) zum Thema BBI Flugrouten: "Nach der jetzigen Diskussion können die südwestlichen Berliner Bezirke davon ausgehen, dass sie nicht überflogen werden." Man reibt sich die Augen, denn ein einziger Blick auf die aktuelle Flugroutenkarte der DFS belegt, dass gerade die südwestlichen und westlichen Berliner Bezirke noch immer bedroht sind. Denn am 9. Mai kann sich die Fluglärmkommission noch für ein Überfliegen Berlins aussprechen.
- Richtig ist: Durch die verbindliche Route (sog. NOOST Route) quer über den Wannsee würden die Bezirke Steglitz-Zehlendorf und Spandau massiv und gebündelt überflogen.
- Richtig ist: Steglitz-Zehlendorf müsste mit ständigen Überflügen auf der "Wachstumsroute" Richtung Osten/Nordosten rechnen. Die Berliner Naherholungsgebiete Grunewald und Wannsee wären völlig entwertet.
- Richtig ist: Der Spandauer Süden wäre durch den BBI stark betroffen, nun, da der Spandauer Norden endlich von Tegel entlastet wird. Absurder geht es nicht.
Frau Krautzberger schickt die Berliner also offensichtlich in den April - dabei müsste sie es eigentlich besser wissen. Denn dass Politik so nicht funktioniert, hat Frau Merkel ganz deutlich gesagt:
Wenn das passiert, was jetzt beim BBI im Raum steht, nämlich dass man den Menschen bestimmte Flugrouten in Aussicht gestellt hat und anschließend macht man einfach etwas ganz anderes und sagt plötzlich: nein, nein, April, April, das wird ganz anders – sage ich: So etwas ist mit der CDU nicht zu machen (…) Deshalb unterstütze ich ausdrücklich Peter Ramsauer und sage: Die Verantwortlichen – bei der Flugsicherung oder wo auch immer – haben die Verpflichtung, dass eine vernünftige Lösung gefunden wird auf der Basis dessen, was versprochen wurde. Da darf es kein Wenn und kein Aber geben.“ (Berlin, am 12.2.2011)
Deshalb fordern wir von kfberlin: Der neue Flughafen muss die Menschen in Berlin und Brandenburg im Vergleich zur vorherigen Situation von Lärm und Dreck entlasten. Das wurde jahrelang versprochen. Das muss jetzt gehalten werden.
Herr Wowereit betont seit September immer wieder, der Schutz der Bürgerinnen und Bürger vor Fluglärm habe Vorrang vor dem Wunsch der Fluggesellschaften nach kurzen Flugwegen. Jetzt kann auch Herr Wowereit beweisen, dass er zu seinem Wort steht und nicht nur Aprilscherze macht. Frau Krautzberger, Herr Wowereit, wird sind gespannt.
Für Air Berlin ist die NOOST-Route über dem Wannsee die zentrale Wachstumsroute. Im Klartext: Überflüge alle paar Minuten, jeden Tag! Gleichzeitig klagt Air Berlin gerade vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig. In den Nachtrandzeiten soll es keinerlei Beschränkungen des Flugbetriebs geben, wenn es nach den Fluggesellschaften geht. Im Klartext: Unbegrenzter Flugverkehr von 5:00 Uhr bis 24:00 Uhr, jeden Tag!. Die Wannsee-Route mag man uns jetzt als Feldweg verkaufen, doch schon bald wird sie zur JET-Autobahn!
Dahlem, Grunewald, Nikolasse, Wannsee, Zehlendorf und der Spandauer Süden würden durch die NOOST-Flugroute über dem Wannsee stark belastet sein. Unseren Regierenden Bürgermeister Herrn Wowereit interessiert das offenbar nicht: (Interview, 5.4.11, BZ): "Ich habe Verständnis für den Unmut der Menschen, die zum Beispiel in Lichtenrade in ihren kleinen Häusern leben und plötzlich erfahren, dass Flugzeuge in nur 600 Metern Höhe nahe vorbeifliegen sollen, obwohl jahrelang zuvor ganz andere Flugrouten in Aussicht gestellt worden waren. Aber da haben wir jetzt ja eine Korrektur erreicht. Das war wichtig. Und das ist schon ein deutlicher Unterschied zu Problemen, die Villenbesitzer weiter entfernt vom Flughafen haben, wo die Flugzeuge schon mehr als 2000 Meter hoch sind." Die Bürger in Teltow, Kleinmachnow, Stahnsdorf und dem Berliner Südwesten sind also neuerdings allesamt ‚Villenbesitzer’. Da können sie und ihre Kinder es ja ruhig abbekommen.
Alle Flüge nach Norden und Nordosten würden Dank der NOOST-Route Wannsee über unseren Bezirk, über Steglitz Zehlendorf gehen. Auch würden die Naherholungsgebiete Wannsee und Grunewald massiv entwertet. Das war so nie geplant. Wir konnten uns als Betroffene nicht wehren, weil wir nicht wussten, dass wir betroffen waren. Frau Merkel, Herr Ramsauer: Politik muss verlässlich sein. Bitte stehen Sie jetzt zu Ihrem Wort!
- Bitte mobilisieren Sie genau jetzt alle, die Sie kennen!
- Bitte machen Sie genau jetzt jeden Einfluss geltend, den Sie haben!
- Bitte üben Sie genau jetzt politischen Druck aus!
Das ist für uns im Süd-Westen die letzte Chance.
- Wir sagen NEIN zu den geplanten Flugrouten, halten eine erneute Standortdiskussion aber nicht für angemessen.
- Wir führen eine Flugrouten- und keine Flughafendiskussion.
- Wir fordern eine Optimierung der Flugroutenpläne, nicht einen Baustopp für den BBI.
Der BBI (Airport Berlin Brandenburg International BBI) wurde geplant, um die Stadt Berlin vom Fluglärm zu entlasten. Mit der jetzt vorgelegten Flugroutenplanung wird der Flugverkehr nun über weite Teile des Berliner Stadtgebiets und Brandenburger Gemeinden südwestlich von Berlin geführt.
Darüber sind nicht nur die die Bürger der betroffenen Stadtteile und der neu betroffenen Brandenburger Gemeinden empört, sondern auch alle, die die Naherholungsgebiete Grunewald und Wannssee sowie das grüne Umland Berlins zur Erholung nutzen! Die Planung des BBI und die damit verbundene Bürgerbeteiligung hat damit offensichtlich ohne die Betroffenen stattgefunden – weil sie nicht wussten, dass sie betroffen sind!
Wir laden alle Betroffenen und Interessierten ein, sich zu informieren, zu engagieren und in unserer gemeinsamen Sache aktiv zu werden. Bitte unterstützen Sie uns und tragen Sie sich in > dieser < Liste ein.
Da noch nicht ganz klar ist, inwieweit diese "virtuelle Liste" anerkannt wird, steht eine Unterschriftenliste zum Ausdrucken im Downloadbereich zusätzlich zur Verfügung. Verteilen Sie bitte an alle Interessierten auch das Flugblatt, ebenfalls im Downloadbereich zu finden.
- Wir fordern konkrete Informationen über Flughöhen und Lärmbelastung, schnell und aus erster Hand
- Wir wollen Interessen erfassen, bündeln und vortragen, damit sie bei der endgültigen Festlegung der Flugrouten berücksichtigt werden
- Wir sind optimistisch, dass dies gelingen wird und wollen keine Panikmache
- Wir werden andernfalls vorbereitet sein und uns auf politischem und juristischem Wege für unsere Ziele einsetzen
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Aktualisiert (Sonntag, den 17. April 2011 um 10:55 Uhr)
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