80 STATT 48 FLÜGE PRO TAG ÜBER STEGLITZ-ZEHLENDORF? DAS IST VÖLLIG INAKZEPTABEL!
Seit gestern ist klar: Der Wannseerouten-Kompromiss trägt nicht. Eine Akteneinsicht der Gemeinde Stahnsdorf hat gezeigt: Nicht 48 mal am Tag, sondern über 80 mal am Tag soll Steglitz-Zehlendorf bei Westwind (also an 2/3 aller Tage) ab Juli 2012 überflogen werden. Das ist völlig inakzeptabel. Jetzt kann es nur noch heißen: Die Wannseeroute (NOOST) muss weg!
Jetzt gibt es für diese Forderung von kfberlin endlich Unterstützung aus Brandenburg!
Seit der Bekanntgabe der Flugrouten über Berlin im September 2010 haben sich Berliner Bürgerinitiativen vehement gegen die Flugrouten über Berlin gewehrt. Durch den Milliardenbau des Flughafens in Schönefeld - außerhalb der Stadt - und die Schließung der beiden innerstädtischen Flughäfen sollte Berlin von Fluglärm entlastet werden. Dann legte die Deutsche Flugsicherung die Flugrouten geradewegs über Berlin und führt dadurch Lärm und Schadstoffe geradewegs wieder zurück in die Millionenstadt und ihre beliebtesten Naherholungsgebiete. Das war absurd und konterkarierte die ursprüngliche Planungsabsicht völlig.
Durch den entschlossenen Protest der Bürger konnten seitdem große Erfolge erzielt werden: Die weitgehende Entlastung von Lichtenrade, die Verlegung der Anflüge außerhalb von Berlin und eine wesentliche Verbesserung der Überflugsituation in Steglitz-Zehlendorf durch die Verlegung der besonders zahlreichen Abflüge mit westlichen Zielen (nach aktuellem Stand ca. 120 pro Tag).
Zwei sehr bittere Pillen sollen die Berliner jedoch immer noch schlucken: Die Wannseeroute (bei Westwind; 2/3 aller Tage) und die Müggelseeroute (bei Ostwind; 1/3 aller Tage).
Nach der Veröffentlichung der endgültigen Flugrouten durch das Bundesamt für Flugsicherung (BAF) am 26.01.2012 haben wir als kfberlin stets betont, dass die NOOST-Route keinesfalls stärker als angekündigt (d.h. 48 mal pro Tag) beflogen werden darf. Mit der jetzt bekannt gewordenen Zunahme der Überflüge auf über 80 pro Tag ist die Grenze des Erträglichen weit überschritten. Die beiden wichtigsten Naherholungsgebiete Berlins werden dann ab Juli dieses Jahres durch Fluglärm und -dreck unwiederbringlich geschädigt und langfristig sogar zerstört. Dass die beiden Seenrouten nicht vom Berliner Ballungsraum weg verlegt werden konnten, scheiterte zum einen am Widerstand der Fluggesellschaften, die die kurzen Wege wollten, und zum anderen aber auch aus Teilen Brandenburgs.
Jetzt gibt es aus Brandenburg große Unterstützung im Kampf gegen die NOOST Route! Es wird klar, dass diese Route auch für die Gemeinden Kleinmachnow, Stahnsdorf und Teltow sowie für die östlichen Stadtteile Potsdams nicht zumutbar ist. Auch die Verantwortlichen in der Potsdamer Landesregierung müssen das nun endlich einsehen! Wir müssen jetzt in den Protest unserer Brandenburger Nachbargemeinden einstimmen.
Damit die Wannseeroute endlich ganz verschwindet. Weg mit NOOST!